Die 1934 gegründete International Security Ligue vertritt führende Sicherheitsunternehmen weltweit. Generaldirektor Stefan Huber erläutert Zielsetzung, Schwerpunkte und politische Forderungen des Verbandes.
Wofür steht die International Security Ligue?
Mission sei es, die Branche professioneller und damit die Welt sicherer zu machen. Die rund 26 Mitgliedsunternehmen gehörten weltweit zu den führenden Anbietern privater Sicherheit; gemeinsam wollen sie Standards setzen.
Welche Schwerpunkte arbeiten Sie mit anderen Verbänden ab?
Im Zentrum stehen unter anderem internationale Mindeststandards, faire Vergabebedingungen, Ausbildungsfragen und ein realistischeres öffentliches Bild der Sicherheitskräfte.
Warum ist Ausbildung eine globale Schwachstelle?
In vielen Märkten fehlten verbindliche Qualifizierungspfade, Prüfungen und Weiterbildungsstandards. Das wirke sich direkt auf Qualität, Sicherheit und Anerkennung der Tätigkeit aus.
Wo liegt das Problem bei der Vergabe öffentlicher Aufträge?
Wenn ausschließlich der Preis zähle, gewinne fast immer der Anbieter mit den niedrigsten Standards. Huber plädiert dafür, Qualifikation, Ausbildung, Sozialstandards und Compliance verbindlich in die Vergabe einzubeziehen – insbesondere bei sicherheitskritischen öffentlichen Aufträgen.
Was bedeutet das für die Politik?
Adressat seien Bund, Länder und EU. Ohne klare Vergabe- und Mindeststandards bleibe die Forderung nach „professioneller Sicherheit" Lippenbekenntnis.








